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Bald vier Ausbildungsgänge bei TIS

Ein Interview mit unseren Ausbildern

Stefan Hebing

Unser Leiter der Verwaltung, hat letztes Jahr seine Zulassung als Ausbilder erhalten – und begleitet seither Phillipe Kamps, unseren ersten Industriekaufmann-Azubi. Wir haben ein Gespräch mit den beiden über ihre Erfahrungen geführt.

Seit drei Jahren bilden wir bei TIS aus.

Unser erster Azubi, Daniel Klump, hat dieses Jahr mittlerweile erfolgreich seine Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration abgeschlossen und verstärkt jetzt als Geselle unseren Support. Mittlerweile bilden wir in drei verschiedenen Berufen aus. Auch diesen August haben wieder drei jungen Menschen bei uns eine Ausbildung gestartet. Damit haben wir jetzt fünf Fachinformatiker und zwei Kaufleute, die aktuell bei uns eine Ausbildung machen.
Zwei unserer Mitarbeiter sind als Ausbilder für unseren technischen und kaufmännischen Nachwuchs verantwortlich.

Im Interview mit unserer Texterin, Barbara Brecht-Hadraschek von content & co, sprechen Sie über ihre Motivation und ihre Erfahrungen.

Guido Elsinghorst

Guido ist bereits seit drei Jahren Ausbilder bei TIS und ist als Teamleiter Software-Support für die technischen Ausbildungen zuständig.

Was war der Anlass für euch bei TIS, selbst auszubilden?

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Guido Elsinghorst

Bei uns war wie überall in der Branche Fachkräftemangel ein großes Thema. Wir haben einfach keine Fachkräfte mehr gefunden. Gerade, weil wir ja auch sehr spezialisierte Anforderungen haben. Wir haben dann festgestellt, dass wir die Kompetenzen im Unternehmen haben, junge Leute an die Berufe in der IT heranzuführen. Und die personellen Ressourcen dafür freischaufeln müssen. Die Voraussetzungen waren also gegeben. Ich habe dann die Ausbilderprüfung gemacht und bilde seither aus. Wir haben das dann von Jahr zu Jahr ausgeweitet, vor allem, weil wir wirklich gute Erfahrungen gemacht haben. Nachdem wir mittlerweile zwei technische Ausbildungsgänge anbieten, bereiten wir mittlerweile für 2019 den dritten zum IT-System-Elektroniker/-in vor.

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Stefan Hebing

Guido sprach ja bereits vom Fachkräftemangel. Grundsätzlich es auch nicht einfach, Talente für die Ausbildung bei TIS zu gewinnen. Wir werden aber in Bocholt zunehmend als Arbeitgeber, der ausbildet, wahrgenommen – und tun auch einiges dafür. Im Sommer haben wir beispielsweise in der WM-Arena und in der Ravardistraße (Kneipenmeile) in Bocholt kleine Werbeclips rund um die WM-Spiele von TIS gezeigt, zudem haben wir TIS-Bälle und Deutschland-Kapitänsbinden mit TIS-Logo dort verteilt. Das Ganze steht unter dem Motto TIS als Arbeitgebermarke in Bocholt publik zu machen. Außerdem nehmen wir an Veranstaltungen wie der Berufsfelderkundung oder der Klimareise teil, bei denen wir den Teilnehmern / Schulklassen TIS präsentieren und unsere Ausbildungsberufe näherbringen.

Aktuell arbeiten wir auch an einem Schülerwettbewerb, um genau unsere Zielgruppe anzusprechen. Die Schüler sollen sich mit TIS beschäftigen und uns kennenlernen. Der Wettbewerb startet im August.

Euer erster Azubi hat ja diesen Sommer seinen Abschluss gemacht. Wie geht es für ihn weiter?

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Guido Elsinghorst

Ja, unser erster Azubi, Daniel Klump, hat wirklich eine gute Abschlussleistung erreicht, was uns sehr stolz macht. Wir haben ihn sofort unbefristet übernommen. Mittlerweile arbeitet er bei uns im Support. Das sehen wir auch als Anreiz für andere Auszubildende: Wer sich bewährt, kann bei uns seine berufliche Zukunft aufbauen.

Wie ist die Ausbildung bei euch konkret organisiert?

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Guido Elsinghorst

Wir machen natürlich zum Einstand eine Willkommensrunde durch unseren Betrieb, stellen alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen vor, zeigen die Abteilungen. Es gibt dann ja von der IHK einen Ausbildungsrahmenplan. Daran halten wir uns natürlich und wissen so, was die Azubis in jedem Jahr lernen und können müssen. Diesen Plan stellen wir zu Beginn vor. Daniel war dann zweimal die Woche in der Schule und hat an den anderen Tagen bei uns recht schnell ganz normal mitgearbeitet. Sicher hat man als Ausbilder auch Kontrollplichten. Aber nach einer guten Einarbeitung durch uns verstehen wir unsere Azubis als vollwertiges Teammitglied. Bei uns begleiten die Azubis eine Aufgabenstellung immer bis zum Ende. Im ersten Jahr bedarf es dazu natürlich noch viel Anleitung, aber Schritt für Schritt übernehmen sie Aufgaben selbstständig

Zusätzlich zur Berufsschule haben wir bei einem Bildungsträger in Ahaus verschiedene Seminare für ihn gebucht, an denen er teilgenommen hat.  Es gibt auch eine dicke „Bibel“ für Fachinformatiker, in der alle wichtigen Themen abgehandelt werden. Die haben wir hier gemeinsam in der Arbeitszeit mit ihm durchgearbeitet. Mittlerweile bearbeiten wir das hier in Gruppenarbeit. Alle technischen Azubis arbeiten das gemeinsam durch, ich übernehme die Lösungskontrolle. So können sie auch je nach Ausbildungsjahr voneinander lernen und ihre Abschluss- und Zwischenprüfungen gut vorbereiten.

Stefan, wie macht ihr das in der Verwaltung?

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Stefan Hebing

Wir arbeiten da ziemlich ähnlich. Am Ausbildungsbeginn zeigen wir erstmal unser Warenwirtschaftssystem, das dauert etwas, bis man sich da gut auskennt. Dann sind unsere Azubis aber sehr schnell eine wirkliche Entlastung für die Abteilung. Grundsätzlich zeigen wir bei uns immer, welche Arbeitsschritte für bestimmte Aufgaben notwendig sind. Wir wollen aber nie den Oberlehrer geben, sondern versuchen unsere Azubis immer gleich aktiv ins Geschehen einzubinden. Wir haben ja ein Ticketsystem, das hilft uns auch dabei, Aufgaben weiterzugeben, wenn unser Azubi eine Aufgabe angefangen hat und es zum Beispiel eine Nachfrage an einem Schultag dazu gibt. Philippe ist bei unseren Kunden deshalb auch voll akzeptiert, da hat noch niemand gefragt „Kann ich einen fertig ausgebildeten Kaufmann sprechen?“

Neben der fachlichen Einarbeitung – was organisiert ihr für die Azubis noch?

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Stefan Hebing

Wir machen einmal im Jahr eine Lehrlingsfete, bei der die Azubis alle zusammen essen gehen und danach noch in die Stadt zum Feiern ziehen. Diese gemeinsame gesellige Zeit ist auch wichtig für den Zusammenhalt. Philippe, unser kaufmännischer Azubi, hat dieses Jahr zudem noch ein ganz besonders Praktikum gemacht. Er war drei Wochen in einer Werkstatt für behinderte Menschen und lernte dort viel darüber, wie Arbeitsprozesse und innerbetriebliche Abläufe sinnvoll aufgegliedert werden können und zu welche großen Leistungen Menschen mit Behinderungen fähig sind. Die Besuche waren Teil des Projektes „Perspektiv-Werkstatt miteinander“ der Firma Büngern Technik. Dieses Experiment war so erfolgreich, dass wir daraus eine dauerhafte Einrichtung für die TIS-Auszubildenden machen wollen, denn es ist für beide Seiten ein Gewinn. In Zukunft wollen wir außerdem noch den ein oder anderen Kunden oder Lieferanten von uns besuchen, um unser Produkt auch im Einsatz zu sehen.

Wie ist euer bisheriges Resümee nach drei Jahren als Ausbildungsbetrieb?

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Guido Elsinghorst

Ausbilden lohnt sich auf jeden Fall. Ob alle hier bleiben, können wir natürlich nicht sagen. Wenn ein Azubi nach der Ausbildung noch studieren will, ist das natürlich auch klasse. Ansonsten übernehmen wir aber sehr gerne alle Gesellen in unseren Betrieb. Der große Vorteil ist ja: Sie kennen die sehr spezifischen Prozesse und Produkte bei uns und haben zusätzlich das Know-how aus der fachlichen Ausbildung. Zum Beispiel braucht eine IT-Fachkraft im Applikationssupport bei uns nicht nur das allgemeine Fachwissen, sondern auch auch eine Einarbeitung von gut einem Dreiviertel Jahr, bis sie selbstständig gut mitarbeiten kann. Unsere eigenen Azubis können nach ihrer Abschlussprüfung gleich voll mitarbeiten.  Das ist natürlich klasse - und für uns und unsere Kunden Gold wert.